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Angesichts der steigenden Terrorgefahr in Deutschland hat sich die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) in engem Schulterschluss mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Man möchte für die Zukunft Sorge tragen können, dass Opfer von möglichen Terroranschlägen in Deutschland zu jeder Zeit und an jedem Ort schnell und situationsgerecht auf hohem Niveau versorgt werden können.

Teil dieses Vorgehens ist die Erweiterung des TraumaRegister DGU® zur Erfassung von Schwerverletzten um ein Schuss- und Explosionsregister zur strukturierten Erfassung von Verletzungen durch Schuss-, Explosions- und ballistische Waffen, zusammengefasst unter dem wissenschaftlichen Begriff "Thermo-mechanische Kombinationsverletzung".

Aufgrund der multiplen sanitätsdienstlich zu versorgenden Einsatzszenarien der Bundeswehr verfügen Militärchirurgen über besondere Expertise bezüglich dieser Verletzungsentitäten.

So begann im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Wiederherstellungs-, Hand- und Plastische Chirurgie, Verbrennungsmedizin (Direktor: OTA PD Dr. Erwin Kollig) bereits im Jahr 2014 die anonyme retrospektive Aufarbeitung der dort ab 2004 behandelten Patienten mit Schuss- und Explosionsverletzungen.

Diese Initiative wurde von der AG Einsatz-, Katastrophen- und Taktische Chirurgie (EKTC) der DGU aufgegriffen und wird heute zusammen mit der Sektion Notfall-, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung (Sektion NIS) der DGU wissenschaftlich begleitet und weiterentwickelt. 

Die so entstandene Datenbank mit aktuell ca. 140 Parametern bildet die Grundlage des Schuss- und Explosionsregisters.

Anhand dieser Kohorte erfolgte die Identifikation der in der Datenbank erfassten Parameter, eine erste wissenschaftliche Evaluation und die Ableitung von ersten grundlegenden Behandlungsempfehlungen.


Das Schuss- und Explosionsregister in Kürze

Gründung

Aufbauend auf den Arbeiten im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz seit 2004 wird das Schuss- und Explosionsregister nun in den kommenden Monaten auch für zivile Kliniken nutzbar.

Ziel ist es, den am TramaRegister DGU® teilnehmenden Kliniken die Möglichkeit zur Eingabe für entsprechende Fälle aus den vergangenen Jahren (zurück bis 2005), aber auch für aktuelle Fälle mit entsprechenden Verletzungsmustern zu geben.

Patientenkollektiv

Eingeschlossen werden alle Patienten, die eine relevante Verletzung (Abbreviated Injury Scale, AIS ≥2) mindestens einer Körperregion durch eine Explosion oder ein ballistisches Trauma erlitten. Nicht eingeschlossen werden Patienten, die kürzer als 24 Stunden stationär behandelt wurden. Ausgeschlossen werden ebenfalls Patienten, die sich in suizidaler Absicht eine Kopfschussverletzung zugefügt haben.

Dokumentation

Standardisierte Dokumentation in einer zentralen anonymisierten Datenbank.

Kooperationen

Das TraumaRegister DGU® unterhält vielfältige Kooperationen zu unterschiedlichen Gremien und Behörden sowie themenverwandten Registern im In- und Ausland.

Das Schuss- und Explosionsregister ist in enger Kooperation zwischen dem Sanitätsdienst der Bundeswehr und der DGU entstanden und wird zudem von der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. (DGWMP) unterstützt.

Datenhaltung, Infrastruktur und Betrieb

Die technische und organisatorische Entwicklung sowie der kontinuierliche Betrieb des Registers inklusive Datenmanagement und biostatistische Analyse erfolgt durch die AUC – Akademie der Unfallchirurgie GmbH.

Wissenschaftliche Leitung

Urheber der Initiative und wissenschaftliche Ansprechpartner sind Dr. Dan Bieler und Priv. Doz. Dr. Axel Franke.

Die wissenschaftliche Leitung obliegt der Kooperation aus der Sektion Notfall-, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung (Sektions NIS) der DGU als der für das TraumaRegister DGU® verantwortliche und federführende Sektion und der AUG Einsatz-, Katastrophen- und Taktische Chirurgie (EKTC).

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Schuss- und Explosionsregister

Das TraumaRegister DGU® zur Erfassung von Schwerverletzten wurde im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen der DGU und dem Sanitätsdient der Bundeswehr um ein Modul für Schuss- und Explosionsverletzungen erweitert.

Kontakt & Anmeldung

Frau Isserstedt & Herr Kalsen

Sprechzeiten:
Mo - Fr: 9 - 12 Uhr / 13 - 15 Uhr

+49 (0)221 888 239 10

TDSC®-Kurs

Ein in Kooperation von DGU, AUC und Bundeswehr entwickeltes Kurskonzept unter Beteiligung der unten aufgeführten Partner. Vermittelt werden chirurgische und taktische Kernkompetenzen zur Vorbereitung und Bewältigung von Terrorlagen.

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